Salzburger HirtenAdvent 2020: Programm

"Es begab sich ..." – Szenisches Oratorium von Josef Radauer. Eine Hommage zum 100. Geburtstag von Wilhelm Keller.

Musikalisch gibt es dieses Jahr ein „Wiederhören“ mit den schönsten Liedern und Weisen aus 75 Jahre Adventsingen in Salzburg. Neben den „Klassikern“ von Wilhelm Keller: „Wölfekantate“, „O liaber Hauswirt mein“ und „O Jubel o Freude“ bescheren Volkslieder wie „Das ist die stillste Zeit im Jahr“, „Als Maria übers Gebirge ging“ oder „Halt still Hiatabuama“ adventlich-nostalgische Atmosphäre. Dazu erklingen der mittelalterliche „Hofhaimer“ und der legendäre Hirtenruf durch die Pongauer Bläser und natürlich dürfen die alten nun vom jungen Radauer Ensemble gespielten „Reiserstückl“ nicht fehlen. Dabei steht nach wie vor das alte barocke Orgelportativ im Mittelpunkt.

Dramaturgisch verbindet sich Altes mit Neuem: Das Frautragen und der mystische Pinzgauer Perchtentanz der Alpinia Tresterer sind ebenso zu sehen wie das beliebte alte Hirtenspiel von Tobi Reiser sen. – allerdings erweitert um die kleine Pinzgauerin und die „Stadtinger“, die auch zum Stall bei Guggenthal möchten. Neu ist die Hirtensängerszene, bei der die Hirten die Verkündigung Jesu Geburt erleben. Diesmal treffen die Hirten dabei auf den bekannten Minnesänger, Dudelsack- und Drehleierspieler Thomas Schallaböck, der in die legendäre Gestalt des „Scholi“ schlüpft.

Und dies alles ist eingebettet in eine stimmige, neu konzipierte Rahmenhandlung, bei der Kinder von heute zunächst den Christkindlmarkt erleben und schließlich in einer Salzburger Altbauwohnung landen. Dort tauchen sie durch die Erzählkunst einer alten Tante tief in den Advent und seine Geheimnisse ein. Von den Hirten fasziniert und von den Erzählungen Karl Heinrich Waggerls berührt stimmen sie schließlich gemeinsam in den Andachtsjodler ein.